Frontiere-Grenzen

4° Concorso Letterario - 2007 - Literaturwettbewerb

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DIE JURY

Carlo Martinelli (Präsident)

Carlo MartinelliGeboren 1957 in Trient, wo er zurzeit lebt.
Er war Grundschullehrer, Buchhändler und Fernsehquizchampion.
Er ist Journalist. 20 Jahre lang hat er bei den Tageszeitungen von Trient, Bozen und Belluno und der Gruppe Espresso-Repubblica gearbeitet und ist jetzt bei diesen Zeitungen Leitartikelschreiber. Zurzeit ist er Chefredakteur des Pressebüros der Autonomen Provinz von Trient.
Mit Roberto Festi ist er Verfasser des Bandes „L’immaginario delle montagne nella grafica d’epoca“ (Priuli &Verlucca Verlag, 1996). Für den Herausgeber Curcu & Veronese hat er das Buch „A Merano in attesa di Ezra Pound“ (2002) herausgegeben.
Auβerdem hat er „Storie di pallone e bicicletta“ (Curcu & Genovese, 2003) veröffentlicht. Zwei seiner poetischen Plaquette sind im Katalog des Pulcinoelefante erschienen.
Mit Rita Matano hat er „Hospite“ (Nicolodi 2004) herausgegeben.
Er hat hat an den von Nicolodi herausgegebenen und dem Kulturpol von Rovereto gewidmeten, am Projekt für Trient des Architekten Joan Busquet (Bände herausgegeben von Rocco Cerone) und bei Arte Sella mitgearbeitet. Seine Erzählungen und Gedichte sind in zahlreichen Veröffentlichungen erschienen.

Antonia Arslan

Antonia ArslanAntonia Arslan, Doktortitel in Archeologie; sie war Professorin für moderne und zeitgenössische Literatur an der Universität von Padua. Sie ist Verfasserin von bahnbrechenden Essays über die volkstümliche und leichte Erzählung (Dame, droga e galline, Il romanzo popolare italiano fra ottocento e novecento, nuova edizione Unicopli, 1986) und über „galassia sommersa“ der italienischen Schriftstellerinnen (Dame, galline e regine, La scrittura femminile italiana fra ottoceento e novecento, Guerini, 1998).
Durch das Werk des groβen Dichters Daniel Varujan, von dem sie (mit Chiara Haiganush Megighian und Alfred Hemmat Siraky) die Sammlung „Il canto del pane“ (Guerini, 1992) und „Mari di Grano“ (Edizione Paoline, 1995) übersetzt hat, hat sie ihre tiefe und nicht ausgedrückte armenische Identität wieder entdeckt. Sie hat ein gemeinverständliches Büchlein über den Völkermord (Metz Yeghèrn, Il genocidio degli armeni, von Claude Mutafian) und eine Sammlung von Zeugenaussagen der Überlebenden die nach Italien geflüchtet sind, herausgegeben (Husher. La memoria. Voci italiane di sopravvissuti armeni), Verleger Guerini. Auβerdem hat sie für Guerini, mit B.L. Zekiyan, zwei wichtige Texte „Storia degli Armeni“ von G. Dèdèyan und „Storia del genocidio degli Armeni“ von V.D. Dadrian, herausgegeben.
Im April 2004 ist von Rizzoli ihr erster Roman „La Masseria delle Allodole“ erschienen, der die Ausgabe 2004 des „Premio Stresa“ der Erzählung gewonnen hat.

Pietro De Marchi

Pietro De Marchiist 1958 in Seregno (Milano) geboren und hat an den Universitäten Mailand und Zürich studiert. Als Kritiker hat er sich vor allem mit der Literatur vom 18. bis zum 20. Jahrhundert und mit der lombardischen Dialektdichtung der Zeit von Parini bis Porta auseinandergesetzt.
1996 veröffentlichte er die kritische Ausgabe der Poesie milanesi von Francesco Bellati (Milano, All’Insegna del Pesce d’oro). Zusammen mit andern Philologen hat der Ausgaben von Leopardi, Alvaro und Moravia, sowie einen Kongressaktenband über Sciascia ediert. Er hat zwei Essay-Sammlungen publiziert: Dove portano le parole; Sulla poesia di Giorgio Orelli e altro Novecento (Lecce, Manni, 2002) und Uno specchio di parole scritte. Da Parini a Pusterla, da Gozzi a Meneghello (Firenze, Cesati, 2003). Zusammen mit Paolo Di Stefano hat er eine als Hommage gedachte Buchpublikation Per Giorgio Orelli (Bellinzona, Casagrande, 2001) herausgegeben, die u.a. Texte von Luzi, Zanzotto, Giudici, Raboni und Jaccottet enthält.
Er ist Autor einiger lyrischen Plaquettes und eines Gedichtbandes mit dem Titel Parabole smorzate (Bellinzona, Casagrande, 1999).
Er ist Privatdozent für Italienische Literaturwissenschaft an der Universität Zürich; zur Zeit liest er auch an den Universitäten Neuchâtel und Genf.

Lisa Ginzburg

Lisa GinzburgLisa Ginzburg lebt und arbeitet in Rom.
Sie hat das Commentaire au cantique des Cantiques von Jeanne-Marie Guyon (Marietti 1996), Liebes Leid und Lust von William Shakespeare (Einaudi 2001), sowie Orixás. Von Pierre Fatumbi Verger überlieferte afro-brasilianische Legenden (Donzelli 2006) ins Italienische übersetzt.
Seit 1999 arbeitet sie für RadioRai (Radio 3 e Radio2) als Autorin von Dokumentaren für den Rundfunk und Moderatorin für Kulturprogramme. 2001 wurde ihre Reportage Mercati. Viaggio nell’Italia che vende (Editori Riuniti) veröffentlicht. 2002 kam ihr Erstlingswerk, der Roman Desiderava la bufera (Feltrinelli) heraus, Gewinner des „Premio Donna Argentario 2003“ und Finalist des „Premio Viareggio-Rèpaci“. 2005 kam die Biografie Anita. Racconto della storia di Anita Garibaldi (e/o), heraus. Ihre jüngsten Werke sind der Erzählband Colpi d’ala (Feltrinelli 2006) und die Reportage Malìa Bahia (Laterza 2007).
Sie arbeitet für verschiedene Zeitschriften („Il Messaggero“, „Il Secolo XIX“, „Repubblica Viaggi“, „Domus“).
Sie organisiert Kulturveranstaltungen: für das von Mario Martone geleitete Theater Rom die Veranstaltung „Poeti a Roma“ im Jahre 2001, für das Theater Palladium-Università Roma 3 in der Saison 2003 und 2004, sowie für das Auditorium Parco della Musica in Rom mit zwei von ihr entworfenen und kuratierten Ausgaben (2005 e 2006) der Veranstaltung ParoleNote. Letture musicate di grandi racconti.

Peter Oberdörfer

Peter OberdörferPeter Oberdörfer, geboren 1961. Schauspieler, Autor und Regisseur.
Theaterstücke: "Don Röschen" (1992), "Die Temperatur der Wahrheit" (2005), "Anna Jobstin" (2006). 2005 erschien sein Roman "Gischt". Er ist seit 2001 Vorsitzender der Südtiroler Autorenvereinigung.


Joseph Zoderer

Joseph ZodererJoseph Zoderer, geboren 1935 in Meran.
Verbringt seine Kindheit in Graz, als Sohn von Optanten.
Lebt und arbeitet im Pustertal, Provinz Bozen.
Er ist einer der gröβten deutschsprachigen Schriftsteller.
Er hat 3 Gedichtsanthologien veröffentlicht und 8 Romane, die auch auf Italienisch übersetzt und von Einaudi und Mondadori herausgegeben sind: La felicità di lavarsi le mani, L’Italiana, Lontano, Il silenzio dell’acqua sotto il ghiaccio, la notte della tartaruga.
Sein neuester Roman, Der Schmerz der Gewohnung wird von Bompiani veröffentlicht werden.
Vom Verlag Ractia, Bozen sind die Werke in 3 Volumen, eine Gedichtsanthologie und der neue “Ce n’andammo - Wir gingen“ herausgegeben.
2004 hat der Herausgeber Nicolodi die italienische Übersetzung einiger seiner Erzählungen „La vicinanza die loro piedi“ veröffentlicht. Er hat einige bedeutende Literaturpreise wie „Il Premio Catullo di Sirmione“ in Italien gewonnen und in Deutschland den geschätzten Hermann Lenz Preis und den Ehrenpreis der Weimarer Schillerstiftung erhalten.
Er ist Mitglied der „Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung“ in Darmstadt.